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Aussenhandel 2007: Fast 10% Wachstum der Chemie- und Pharma-Exporte

Zürich, 29. Januar 2008

Die Exporte der schweizerischen chemisch-pharmazeutischen Industrie stiegen im vergangenen Jahr um 9%. Sie machten über ein Drittel der Schweizer Gesamt-Exporte aus, wogegen die Einfuh-ren der Branche einen Fünftel der Schweizer Gesamt-Importe stellten. Der Exportüberschuss stieg somit leicht gegenüber dem Vorjahr und erreichte 27.5 Mrd. CHF. Die chemisch-pharmazeutische Industrie trug demnach im 2007 wiederum entscheidend zum positiven Schweizer Exportüber-schuss von 13 Mrd. CHF bei. Hauptabnehmer für Produkte aus der schweizerischen chemisch-pharmazeutischen Industrie ist nach wie vor die EU, gefolgt von den USA und neu auch den BRIC-Staaten.

Wie den Aussenhandelszahlen 2007 der Oberzolldirektion zu entnehmen ist, stiegen die Exporte der schweizerischen chemisch-pharmazeutischen Industrie im letzten Jahr erneut an und erreichten 69 Mrd. CHF. Das entspricht einer Zunahme um 9.2% gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil an den schweizerischen Gesamtexporten betrug 33.4% (im VJ: 34.0%). Die Importe stiegen mit 15.3% (VJ: 9.1%) stärker an und erreichten 41.3 Mrd. CHF. Dies macht 21.4% aller schweizerischen Importe aus. Der Exportüberschuss der chemisch-pharmazeutischen Branche vergrösserte sich gegenüber dem Vorjahr leicht um 355 Mio. CHF und erreichte 27.5 Mrd. CHF. Die chemisch-pharmazeutische Industrie trug damit im 2007 erneut massgeblich zum positiven gesamtschweizerischen Exportüberschuss von 13.0 Mrd. CHF bei (VJ: 8.0 Mrd. CHF).

Erfolg dank Pharma
Wie in den Vorjahren ist der Exporterfolg auf die starke Zunahme bei den pharmazeutischen Produkten zurückzuführen: Gegenüber 2006 konnten sich diese nochmals um 9.7% steigern und erreichten mit 51.1 Mrd. CHF 74.3% der Gesamtexporte der chemisch-pharmazeutischen Branche. Ein starkes Wachstum wiesen im Jahr 2007 auch die Schädlingsbekämpfungsmittel (+30.8%) und die ätherischen Öle, Riech- und Aromastoffe auf, die im 2007 (+ 7.1%) auf 1.9 Mrd. CHF anwuchsen.

 Exporte nach Sparten in der Periode 2006
in Mrd. CHF 
2007
in Mrd. CHF 
+/-
in % 
Anteil 
in % 
 Total Exporte 63.0  68.8  9.2  100.0 
 davon    
 - Organische Erzeugnisse 4.6  4.7  1.7  6.8 
 - Pharmazeutische Produkte, Vitamine, Diagnostika 46.6  51.1  9.7  74.3 
 - Schädlingsbekämpfungsmittel 1.4  1.9  30.8  2.8 
 - Farbkörper 2.4  2.5  1.5  3.6 
 - Aetherische Öle, Riech- und Aromastoffe 1.8  1.9 7.1  2.8 
 - übrige Sparten 6.0  6.7  10.2  9.7 

Deutschland grösster Abnehmer

Die Europäische Union ist wie in den Vorjahren Hauptabnehmerin für chemisch-pharmazeutische Produkte. Die Exporte in die EU stiegen im Jahre 2007 um 9.8%. Das sind 2 Prozentpunkte weniger als im 2006, aber immer noch 43.1 Mrd. CHF oder etwas über 60% aller Ausfuhren der Branche. Allein nach Deutschland gingen Exporte im Wert von über 11 Mrd. CHF. Damit bleibt Deutschland mit einem Exportanteil von 16% nach wie vor das mit Abstand grösste Abnehmerland. An zweiter Stelle folgt mit 9.7% neu Italien, das dank einem Zuwachs um 10.5% oder 6.7 Mrd. CHF die USA knapp übertraf. Die Exporte der chemisch-pharmazeutischen Industrie in die aufstrebenden BRIC-Länder (Brasilien, Russland, Indien und China) wuchsen im Jahr 2007 um 23.8% auf 3.7 Mrd. CHF. Im Detail waren es für China 24.4%, für Indien 19.6%, für Brasilien 37.7% und für Russland um 11.5%.

 Exporte nach Regionen in der Periode 2006
in Mrd. CHF 
2007
in Mrd. CHF 
+/-
in % 
Anteil 
in % 

 Total Exporte

63.0  68.8  9.2  100.0 
 davon        
 - Europa
    - nur EU-Staaten
41.8 
39.3 
46.1 
43.1 
10.1 
9.8 
67.0 
62.7 
 - Nordamerika 8.7  8.6  -1.4  12.5 
 - Lateinamerika 2.2  2.6 22.5  3.8 
 - Asien 8.4  9.1  8.2  13.3 
 - BRIC-Länder (Brasilien, Russland, Indien, China) 3.0  3.7  23.8  5.4 
 - übrige Regionen 1.8  2.3  29.3  3.4 

Importe vor allem aus EU-Ländern

Wie in den Vorjahren stammten die Importe der chemisch-pharmazeutischen Industrie zu 82.4% (34 Mrd. CHF) aus der EU. Mit einem Anteil von 25.4% war Deutschland erneut an der Spitze, gefolgt von Irland mit 12.3%, Italien mit 11.4%, USA mit 9.4% und Frankreich mit 8.0%. Der Anteil der BRIC-Staaten an den Importen blieb zwar mit insgesamt 3.8% bescheiden, hat sich jedoch gegenüber dem 2006 um 40.2% erhöht.

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Auskünfte:
SGCI Chemie Pharma Schweiz
Laura Stalder 
laura.stalder@sgci.ch
Tel: 044 368 17 44