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Aussenhandel 2002: Anhaltender Exporterfolg von Chemie und Pharma

Zürich, 12. Februar 2003

Die schweizerische chemische und pharmazeutische Industrie exportierte im Jahr 2002 für 7.2 % mehr Waren als im Vorjahr. Mit Ausfuhren von 44.8 Mrd. CHF stieg ihr Anteil an den schweizerischen Gesamtexporten auf 32.9 % (VJ: 30.2 %). Gleichzeitig nahmen ihre Einfuhren um 3.8 % zu und erreichten 27.3 Mrd. CHF oder rund 21 % aller schweizerischen Importe. Die chemische und pharmazeutische Industrie steigerte ihren Export-überschuss im Jahr 2002 um 12.8 % auf 17.6 Mrd. CHF.

Der anhaltende Exporterfolg der chemischen und pharmazeutischen Industrie ist in erster Linie auf die Ausfuhrzunahme bei pharmazeutischen Produkten zurückzuführen: Gegenüber dem Vorjahr steigerten sich diese Exporte um 10.9 % und erreichten damit 30.8 Mrd. CHF oder 68.5 % (VJ: 66.3 %) der Gesamtexporte der Branche. Gleichzeitig wurden für 15.4 Mrd. CHF pharmazeutische Erzeugnisse importiert. Der Exportüberschuss der pharmazeutischen Sparte belief sich somit auf 15.3 Mrd. CHF. Erfreulich verliefen die Exporte auch bei den chemischen Grundstoffen (+ 7.1 %) und den aetherischen Oelen, Riech- und Aromastoffen (+ 12.9 %). Farbstoffe und Pigmente hingegen verfehlten ihr Vorjahresergebnis erneut um 1.5 % und die agrochemischen Erzeugnissen mussten einen Rückschlag von 29.5 % hinnehmen.

Die Ausfuhren in die Europäische Union nahmen überdurchschnittlich zu, nämlich um 9.5 %, und erreichten 27 Mrd. CHF, was rund 60 % aller Exporte der Branche entspricht. Ausgezeichnet verliefen dabei die Exporte nach Italien (+ 14.9 %) und Frankreich (+ 11 %), während jene nach Deutschland nur unterdurchschnittlich wuchsen (+ 4.2 %) und die Lieferungen nach Grossbritannien enttäuschten (- 6.3 %). Erfreulich entwickelten sich auch die Exporte nach Nordamerika (+ 11.2 %, Anteil: 12.7 %), die von einem Ausfuhrwachstum pharmazeutischer Produkte in die USA von 21 % wesentlich bestimmt wurden. Die Lieferungen in die übrigen Weltregionen verliefen enttäuschend: Asien (+ 2.8 %, Anteil: 13 %), Lateinamerika (- 11.4 %, Anteil: 4.7 %) und Afrika (- 5.4 %, Anteil: 1.5 %).

Die chemische und pharmazeutische Industrie bezog ihre Importe im Jahre 2002 zum überwiegenden Teil aus den europäischen Ländern: 22.9 Mrd. CHF oder rund 84.1 % stammten aus Europa. Weitere wichtige Importregionen waren Nordamerika (Anteil: 6.8 %), Asien (Anteil: 4.2 %) sowie Lateinamerika (Anteil: 3.8 %).

Auskünfte:
Dr. Paul Göldi,
paul.goeldi@sgci.ch 
Tel. 01 368 17 60