Tiefere Strompreise und mehr Transparenz im ElektrizitätsmarktZürich, 12. Februar 2003
Im Herbst 2002 haben die Stimmberechtigten das Elektrizitätsmarktgesetz knapp abgelehnt. Die schweizerischen Stromkonsumenten bleiben also von den Monopolisten abhängig und zahlen pro Jahr weiterhin rund 2 Milliarden Franken mehr für den Strom als die europäischen Nachbarn. Solche Nachteile wirken sich massiv aus, vor allem für energieintensive und exportorientierte Firmen. Denn bereits 1 Rappen weniger pro Kilowattstunde Strom bringt jedes Jahr 500 Millionen Franken weniger Kosten für die Schweizer Volkswirtschaft. Somit würden mehr Mittel frei für Investitionen und Innovationen in den Standort Schweiz und damit für Arbeitsplätze. Die massgeblichen Energiekonsumentenverbände setzen sich gemeinsam für faire Bedingungen im 8,5-Milliarden-Franken-Strommarkt ein - zum Vorteil aller und nicht nur einiger Privilegierter! Sie verlangen von der Energiewirtschaft und vom Bund:
- Sofort mit Europa/EU vergleichbare Strompreise.
- Transparente Kosten und Preise im Strommarkt, garantiert durch Vereinbarungen mit den Lieferanten.
- Offenlegung aller Abgaben der Elektrizitätswerke an die öffentliche Hand.
- Volle Ausschöpfung der schon bestehenden rechtlichen Möglichkeiten für eine sichere, international konkurrenzfähige, auf den Marktkräften beruhende Elektrizitätsversorgung.
- Sofortige Inangriffnahme und rasche Realisierung eines wirtschaftfreundlichen Marktgesetzes.
Die unterzeichnenden Verbände sind bereit, zusammen mit den Behörden und der Elektrizitätswirtschaft entsprechende Lösungen zu erarbeiten und umzusetzen.
Die unterzeichnenden Verbände:
- InteressenGemeinschaft Energieintensiver Branchen (IGEB)
Max Fritz, 01 266 99 27
- Kunststoff Verband Schweiz (KVS)
Heinz Rischgasser, 062 834 00 67
- Schweizerische Gesellschaft für Chemische Industrie (SGCI)
Richard Gamma, 01 368 17 24
- Schweizerische Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (Swissmem)
Peter Stössel, 01 384 48 23
- Textilverband Schweiz (TVS)
Karin Jung, 071 274 90 97
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