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Abstimmungen vom 18. Mai 2003
SGCI lehnt beide Atom-Initiativen und die SP-Gesundheitsinitiative ab

Zürich, 16. April 2003

Die SGCI lehnt beide Atom-Initiativen ab. Beide gefährden die Zuverlässigkeit der Stromversorgung und würden die ohnehin schon hohen Elektrizitätskosten noch weiter erhöhen. Die SGCI lehnt auch die SP-Gesundheitsinitiative ab, weil sie zu massiven Kostensteigerungen führt, jede Selbstverantwortung ausschaltet, die Steuerbelastung erhöht und die Kosten lediglich umverteilt.

Die im internationalen Wettbewerb stehende chemische und pharmazeutische Industrie ist in der Schweiz auf eine zuverlässige und kostengünstige Versorgung mit elektrischer Energie angewiesen. Sie macht rund einen Drittel des gesamten Energieverbrauchs der Branche aus. Auch für die vielfältigen Massnahmen zur Verbesserung der Sicherheit und des Umweltschutzes ist elektrische Energie unerlässlich. Die Annahme der beiden Initiativen würde den Produktionsstandort Schweiz nachhaltig schwächen.

Die chemische und pharmazeutische Industrie lehnt die Gesundheitsinitiative der SP ab, weil sie den bereits stark eingeschränkten Wettbewerb im Gesundheitswesen mit zentralistischen Planungskompetenzen weitgehend ausschalten will. Jegliche Sparanreize fallen dahin. Die Kosten für das Gesundheitswesen sollen mit einer riesigen Bürokratie umverteilt werden. Die Initiative ist ein direkter Schritt zur Staatsmedizin, die nur zu Qualitätsabbau bei höheren Kosten führt, wie Beispiele aus dem Ausland zeigen. Mit der Annahme der Initiative wäre nicht nur eine faktische Reichtumssteuer verbunden, sondern auch eine massive Erhöhung der Mehrwertsteuer, was namentlich den Mittelstand unverhältnismässig belastete.

SGCI Chemie Pharma Schweiz
Schweizerische Gesellschaft für Chemische Industrie
Beat Moser  Tel. 01 368 17 11