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Chemie/Pharma: Exportwachstum stagniert im 1. Semester 2003

Zürich, 30. Juli 2003

I.C. Die weltweit schwache Konjunktur und der starke Schweizer Franken haben im ersten Halbjahr 2003 das Exportwachstum des Vorjahres gestoppt. Die Exporte der chemischen und pharmazeutischen Industrie sind in der ersten Jahreshälfte um 1.9 % zurückgegangen und erreichten noch CHF 23.1 Mrd. Der Anteil der chemischen und pharmazeutischen Industrie an den Gesamtexporten stieg nochmals leicht auf 34.7 % (VJ: 34.3 %). Mit einer Abnahme von 0.4 % blieben die Importe gegenüber der Vorjahresperiode ungefähr auf gleichem Niveau. Sie erreichten CHF 14.2 Mrd., sodass der Exportüberschuss im ersten Halbjahr 2003 leicht abnahm und CHF 8.9 Mrd. betrug.

Die Exporte von pharmazeutischen Produkten blieben mit einer Abnahme von 0.4 % auf praktisch gleichem Niveau und erreichten CHF 15.8 Mrd. Der Anteil der pharmazeutischen Produkte an den Gesamtexporten der Branche erhöhte sich dadurch nochmals leicht auf 68.4 % (VJ: 67.4 %). Zulegen konnten lediglich die Exporte von Lacken und Farben (+8.9%) und ungeformten Kunststoffen (+2.4%). Die in der Vorjahresperiode stark gewachsenen Exporte organischer Erzeugnisse und ätherischer Öle und Riech- und Aromastoffen mussten mit -4.6% und -8.8% Rückschläge hinnehmen. Ebenfalls kräftig gesunken sind die Exporte von Farbstoffen und Pigmenten (-9.0%) und anorganischen Erzeugnissen (-13.8%).

Die Ausfuhren in die Europäische Union nahmen mit -1.7 % leicht ab und erreichten CHF 13.8 Mrd. Der Anteil der Exporte der chemischen und pharmazeutischen Industrie, die in die EU-Länder gehen, blieb mit rund 60% konstant. Zulegen konnten die Exporte nach Deutschland (+8.4%), Italien (+4.2%) und Spanien (+1.0%), während sie nach Frankreich (-11.5%) enttäuschend verliefen. Die Exporte nach Grossbritannien waren mit -27.8% weiterhin stark rückläufig, insbesondere auch bei den Pharmaprodukten, die um 23.3% einbrachen. Auch in den übrigen Weltregionen verliefen die Exporte mehrheitlich enttäuschend: Leicht zugenommen haben einzig die Exporte nach Asien (3.1%). Diese Zunahme ist vor allem auf das Wachstum bei den Pharmaprodukten (10.7%) zurückzuführen. Die Lieferungen nach Nordamerika brachen um 8.2% ein (USA: -8.0%, Anteil: 85.7%). Um 14.2% haben die Exporte nach Lateinamerika abgenommen, nachdem sie sich schon in der Vorjahresperiode um 6.2% verringert hatten. Abgenommen haben die Exporte auch nach Afrika (-9.9%) und Ozeanien (-9,5%).

Die chemische und pharmazeutische Industrie bezog ihre Importe im ersten Halbjahr 2003 nach wie vor zum überwiegenden Teil aus europäischen Ländern: CHF 12.2 Mrd.  oder rund 85 % der Importe stammten aus der EU. Weitere wichtige Importregionen waren Nordamerika (Anteil: 6.1 %), Lateinamerika (Anteil: 2.6 %) sowie Asien (Anteil: 4.1 %).

Für Auskünfte: Dr. Paul Göldi   Tel.  01 368 17 11