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SGCI Generalversammlung 2001

Wie können wir die Medien beeinflussen – wie beeinflussen sie uns?

Basel, 8. Juni 2001

Wenn im Zusammenhang mit Unternehmen von Kommunikation gesprochen wird, so geht es häufig um das (oft problembeladene) Verhältnis zu den Medien, denen gerne nachgesagt wird, sie seien so etwas wie die 4. Gewalt im Staate. In meinen 25 Jahren Tätigkeit im Finanzjournalismus ist mir immer wieder aufgefallen, dass die meisten Unternehmer kaum Kenntnisse haben über eben diese Medien. So wissen die wenigsten, nach welchen Kriterien welche Zeitungen gemacht werden, welche Ziele welche Titel verfolgen und dass nur schon deshalb mit den verschiedenen Medien auch völlig unterschiedlich umzugehen ist. Warum informieren sich Unternehmer oder zumindest Pressesprecher nicht viel besser über Journalisten und deren Blätter? Die abgedroschene Plattitüde nachzubeten, die Presse sei eh’ gegenüber allem negativ eingestellt, ist wohl keine elitäre Haltung. Und so haben viele entweder Angst vor den Medien oder biedern sich mit ihnen an - beides ist falsch und führt über kurz oder lang zu schlechten Ergebnissen.

So besteht der Schwerpunkt des Referates über die Hintergründe, nach welchen Kriterien die verschiedenen Zeitungen „gemacht“ werden, was sie dementsprechend vermitteln wollen und was nicht! Zudem werden leider weitgehend unbekannte Fakten über die Schweizer Medienbranche vermittelt, die wichtige Voraussetzung für die richtige Einstellung den Medien gegenüber darstellen.

Das bessere Verständnis für und die Kenntnisse über diese Branche allein garantieren aber nicht, dass keine Informations- und Kommunikationspannen mehr vorkommen. Erstaunlicherweise werden betr. Kontakt zu den Medien von vielen Unternehmen immer wieder die selben Fehler gemacht. Man meint, Negatives vertuschen zu können und preist Positives über die Gebühr an - beides ist falsch. Das richtige Verhalten vor und das Kommunizieren mit Medien soll in diesem Referat deshalb im zweiten Teil zur Sprache kommen. Und hier kann das Wichtigste auf zwei Wörter reduziert werden: Offenheit und Ehrlichkeit! Zudem ist es nicht nur das Recht, sondern fast schon die Pflicht einer guten Pressestelle, sich das Medium auszusuchen, das man detailliert informieren will - reden Sie nicht mit jedem einige Sätze über fast alles, denn auch hier gilt: Konzentration auf das Wesentliche.