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Aussenhandel Chemie Pharma Biotech 2011: Insgesamt gut gehaltene Exportleistung dank Life-Science-Produkten

Zürich, 2. Februar 2012

Die grösste Exportindustrie der Schweiz konnte ihre Exportleistung im Jahr 2011 dank Life-Science-Produkten insgesamt gut halten. Die Gesamtexporte Chemie Pharma Biotech gingen gegenüber dem Vorjahr um -1.7% leicht zurück und erreichten 74.6 Mrd. CHF. Die Exporte von Life-Science-Produkten konnten sich dank anziehender Nachfrage aus Nordamerika und Asien praktisch auf Vorjahresniveau halten. Die Exporte anderer Sparten gaben mit -5.3% deutlich nach. Der Exportüberschuss der grössten Exportindustrie verringerte sich um 0.9 Mrd. CHF auf 37.2 Mrd. CHF.

Chemie Pharma Biotech bleibt weiterhin die grösste Exportindustrie der Schweiz. Die Ausfuhren im Industriebereich Chemie Pharma Biotech schwächten sich im vergangenen Jahr gegenüber dem Vorjahr (VJ) um -1.7% ab und erreichten noch 74.6 Mrd. CHF. Die Importe blieben mit 37.4 Mrd. CHF auf Vorjahresniveau (37.8 Mrd. CHF). Der Exportüberschuss erreichte damit 37.2 Mrd. CHF (-0.9 Mrd. CHF gegenüber VJ). Für diesen Überschuss waren fast ausschliesslich die Life-Science-Produkte verantwortlich. Nur noch 5.8% oder 2.2 Mrd. CHF dieses Überschusses wurde mit anderen Produkten erwirtschaftet.

Exporte von Nicht-Life-Science-Produkte litten

Die Ausfuhren von pharmazeutischen Produkten (Medikamente, immunologische Produkte, pharmazeutische Wirkstoffe) konnten sich gegenüber dem VJ gut halten (-0.8%) und erreichten 60.2 Mrd. CHF. Dies sind mehr als 80% der Gesamtexporte des Industriebereichs Chemie Pharma Biotech und 29.0% der schweizerischen Gesamtexporte.

Alle übrigen Produktsparten verzeichnen mehr oder weniger deutliche Rückgänge. Am stärksten war der Einbruch bei den Farbstoffen und Pigmenten mit -19.5%, aber auch die organischen Erzeugnisse verloren -10.0%. Weniger stark war der Rückgang bei den ätherischen Ölen, Riech- und Aromastoffen mit -6.3%, den Pflanzenschutzmitteln mit -2.0% und den übrigen Sparten mit -1.9%.

 Exporte nach Sparten 2010
in Mrd. CHF 
2011
in Mrd. CHF 
+/-
in % 
Anteil 
in % 
 Total Exporte 75.91 74.64 -1.7 100.0 
 davon        
 - Organische Erzeugnisse 3.61 3.25 -10.0 4.4
 - Pharmazeutische Produkte, Vitamine, Diagnostika 60.68 60.6 -0.8 80.7
 - Pflanzenschutzmittel 1.96 1.93 -2.0 2.6
 - Farbstoffe und Pigmente 0.78 0.62 -19.5 0.8
 - Aetherische Öle, Riech- und Aromastoffe 1.91 1.79 -6.3 2.5
 - übrige Sparten 6.96 6.83 -1.9 9.2


BRIC-Länder als Wachstumsregionen

Trotz des leichten Rückganges ihres Anteils an den Gesamtexporten auf 57.2% blieb die EU mit 42.7 Mrd. CHF (VJ 43.7 Mrd. CHF) die wichtigste Abnehmerin des Industriebereichs Chemie Pharma Biotech. Die Ex-porte in die EU verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um -2.3%. Im Nicht-Life-Science-Bereich nahmen sie mit -2.8% etwas stärker ab als bei den Life-Science-Produkten (-2.1%). Deutschland blieb mit einem Anteil von 15.0% und einem Anstieg von +5.5% das wichtigste Abnehmerland. Mit Ausnahme der BRIC-Staaten sanken die Ausfuhren auch in die übrigen Weltregionen. Halten konnten sich einzig die Life-Science-Ausfuhren nach Nordamerika (+1.8%) und Asien (+0.2%). Die Exporte in die BRIC-Länder konnten mit +3.7% deutlich zulegen und erreichten 5.0 Mrd. CHF. Der Anteil der BRIC-Staaten an den Gesamtexporten erhöhte sich auf 6.8%. Am stärksten wuchsen die Exporte nach China mit +12.6% auf 1.42 Mrd. CHF, gefolgt von Russland mit +9.9% auf 1.45 Mrd. und Indien +7.3% auf 0.89 Mrd. CHF. Gefallen sind die Exporte nach Brasilien um -11.6% auf 1.28 Mrd. CHF.

 Exporte nach Regionen 2010
in Mrd. CHF 
2011
in Mrd. CHF 
+/-
in % 
Anteil 
in % 

 Total Exporte

75.91 74.64 -1.7 100.0 
 davon        
 - Europa
    - nur EU-Staaten
46.90
43.67
45.99
42.69
-1.9
-2.3
61.6
57.2
 - Nordamerika 11.02 10.97 -0.5 14.7
 - Lateinamerika 3.20 3.10 -3.1 4.2
 - Asien 11.96 11.77 -1.6 15.8
 - übrige Regionen 2.83 2.81 -0.7 3.8
 - BRIC-Länder (Brasilien, Russland, Indien, China) 4.86 5.05 3.7 6.8


EU bleibt wichtigste Lieferantin

82.5% oder 30.9 Mrd. CHF der Schweizer Importe des Industriebereichs Chemie Pharma Biotech kamen aus der EU. Mit einem Anteil von 25.2% blieb Deutschland an der Spitze, gefolgt von Irland (13.3%), Italien (12.5%) und den USA (8.9%). Der Anteil der BRIC-Staaten an den Importen blieb wert- und anteilmässig mit 1.4 Mrd. CHF oder 3.8% weiterhin bescheiden.

Zum Download: Aussenhandel Chemie Pharma Biotech - PDF

Weitere Informationen zu dieser Medienmitteilung:

Marcel Sennhauser Leiter Kommunikation scienceindustries
marcel.sennhauser@scienceindustries.ch  Telefon +41 44 368 17 44