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Die Nase vorn mit Kunstfasern

Textilien aus Naturfasern weisen einen hohen Tragekomfort auf. Doch auch Kleider aus Chemiefasern haben ihre Vorteile, beispielsweise wenn eine hohe Festigkeit und Strapazierfähigkeit oder geringes Gewicht gefragt ist. Besonders im Sportbereich haben Anzüge aus Syn-thetikfasern die Nase vorn. Zum Schwim-men schlüpft man in elastische Anzüge aus chemischen Kunstfasern, welche im Wasser angenehm zu tragen sind und an der Sonne rasch wieder trocknen. Windjacken oder Trainer schützen heute nicht nur vor Kälte, sie besitzen auch chemische Spezialschichten, die at-mungsaktiv sind. Diese enthalten Poren, welche grösser sind als Wasserdampf-teilchen und deshalb den Schweiss aus-treten lassen, aber kleiner als Regen-tropfen: man wird selbst bei Regen nicht nass. In der kalten Jahreszeit erfreuen sich die bunten "Faserpelze" (auch "Fleece" genannt) besonderer Beliebtheit. Zur Herstellung dieser Textilien werden Kunstfasern nicht wie üblich gewoben oder gestrickt, sondern in einem Spezialverfahren angeschmolzen und so untereinander verschweisst. Dadurch entsteht ein stabiles, luftiges Gewirk, welches den Körper effektvoll vor der Kälte isoliert, aber dennoch das Atmen der Haut zulässt.





Was sind Chemiefasern?

Ausgangsstoffe für Chemiefasern können durchaus natürlichen Ursprung haben. So basiert beispielsweise die Kunstseide "Viskose", die als Futterstoff in vielen Jackets zu finden ist, auf natürlichem Zellstoff (Cellulose), der zu unendlich langen Fasern verarbeitet wurde. Chemisch hergestellte Ausgangsprodukte für Kunstfasern sind Polyester (Trevira, Terylen, Dacron), Poly-amide (Nylon, Perlon), Polyacryle (Dralon, Orion) oder Polyurethane (Lycra). Syn-thetische Fasern werden produziert, indem das Ausgangsprodukt geschmolzen und flüssig durch Düsen gepresst wird.