Die zehn wichtigsten Unternehmen der Branche gaben im Jahr 2011 in der Schweiz rund CHF 7.0 Mrd. für Forschung und Entwicklung aus. Die Verkaufserlöse dieser Unternehmen in der Schweiz beliefen sich im gleichen Jahre auf rund CHF 2.8 Mrd. Selbst wenn alle Erlöse aus der Schweiz für die Finanzierung der Forschung und Entwicklung in der Schweiz eingesetzt werden könnten (also wenn Produktion und Vermarktung nichts kosten würden), entsteht eine gewaltige Finanzierungslücke.
Diese Finanzierungslücke kann nur geschlossen werden, wenn ein Teil der im Ausland anfallenden Verkaufserlöse in die Schweiz transferiert wird. Ohne dieser "Repatriierung" von Erträgen aus dem Ausland wäre der Forschungsstandort Schweiz mit seinen zentralen Leitungsfunktionen undenkbar.
Die Finanzierung durch eine umfassende Lizenzierung der Forschungsergebnisse ist im heutigen Ausmass der Forschung nicht möglich. Die wichtigste Finanzierungsart ist und bleibt der Warenexport aus der Schweiz. Die Herstellung in der Schweiz von Fertig- und Zwischenprodukten - vor allem von Wirkstoffen - und deren Export an Tochtergesellschaften und Dritte ist eine wirtschaftliche Lebensnotwendigkeit für die chemisch-pharmazeutische Industrie. |